Wir besuchen K2 Boards, um uns Neuheiten der Saison zeigen zu lassen. Bastian Schmude stellt uns das Simple Pleasures Snowboard vor. Das lässt das Herz unseres Moderators, der selbst Boarder ist höher schlagen. Was daran so speziell ist und mit welcher Bindung man das Board am besten fährt, erfahren Sie in unserem Video!

Snowboard Neuheiten 2017 bei K2

Jürgen Groh: Mein Herz als Snowboarder springt gerade höher. Zeig mir mal das Brett.

Bastian Schmude: Wir haben für die nächste Saison ganz neu im Programm das Simple Pleasures das gehört zu unserer Volume Shift Serie. Die Idee dahinter ist das Board in der Länge zu komprimieren. Damit man keinen Flächenverlust hat, machen wir es einfach ein bisschen weiter. Die Kontaktpunkte rutschen dadurch weiter in die Boardmitte. Dadurch haben wir ein Brett dass wir supereasy kontrollieren können. Ein Board das richtig schön drehfreudig ist.

Bei dem Brett haben wir einen Camber drin. Eine Camber Vorspannung bedeutet auf der Piste hast du einen super Kantengriff. Du hast richtig viel Pop. Das Snowboard hat einen kompletten Bambuskern, der sehr langlebig ist. 5 Jahre Garantie bieten wir darauf. Ausgelegt ist das Brett im Prinzip für alles. Wenn du nicht gerade Pipe fahren möchtest, kannst du damit im Grunde überall ballern gehen auf der Piste. Carven oder auch in den Powder gehen. Im Pulverschnee bekommst du einen super Support durch den tapered Shape durch diese längere, breite Nose. Im Vergleich ist die Nose etwas breiter die Tail etwas schmaler gehalten.

Jürgen Groh: Das ist ziemlich spitz. Hat es eine gewisse Funktion?

Bastian Schmude: Ja, wie gesagt wir haben durch diesen Tapered Shape, das heißt das Brett geht vorne in der Nose mehr in die Breite. Dadurch, dass es so langgezogen ist muss das Brett vorne auch wieder zusammengehen. Alles was wir hier vorne vor dem Fuß haben, gibt uns wenn wir mal abseits der Piste fahren möchten, im Powder nochmal mehr Flow und Auftrieb.

Jürgen Groh: Ist es leicht? Als ich finde es leicht. Schön! Was müsste ich da ausgeben?

Bastian Schmude: Da sind wir bei 600€, aber wie gesagt von den Materialien her im High-End Bereich. Mit Bambuskern und eine gesinterte Base, dass man schön schnell unterwegs ist.

Jürgen Groh: Das Brett allein 600€, jetzt kommen wir zur Bindung.

Bastian Schmude: Die Bindung die dazu super passen würde, wäre die Lien FS. Die gibt es einmal als AT und einmal als FS Variante. At steht für All Terrain, dass ist die etwas Härtere Variante mit den Nylon Highback. Die FS die Freestyle Variante, ist die mit dem Urethan Highback, einem schön flexiblen Highback eben, den man schön verwringen kann. Gerade wenn man sich ein bisschen in die Turns hineinlegen mag. Wenn man ein bisschen freestyle-affiner unterwegs ist, bietet es einem super Bewegungsfreiheit. Wir haben einen sehr komfortablen Ankle Strap, der auf der Seite relativ groß ist, gut gepolstert ist, damit man den Insert von der Schraube vom Wackeln gar nicht spürt.

Jürgen Groh: Komm ich da leicht rein?

Bastian Schmude: Auf jeden Fall. Im Prinzip ganz easy zu lösen.

Jürgen Groh: Ich muss aber den Feststeller noch hochmachen, es ist keine reine Klickbindung?

Bastian Schmude: Das ist eine ganz normale Ratschenbindung, dafür ist es ausgelegt.

Jürgen Groh: Also der Move nach unten, der bleibt mir nicht erspart.

Bastian Schmude: Nein, der bleibt nicht erspart.

Jürgen Groh: Wieso hat man das so gemacht? Sind die Klickbindungen dann doch ein bisschen instabiler?

Bastian Schmude: Nein, gar nicht. Wir bieten ja auch Step in Bindungen an. Die haben sogar dann auch ein ähnliches Chassis von daher müsste man dann im Prinzip auf ein anderes Modell ausweichen. Die Modelle gibt es jetzt so eben nur als Ratschenbindung.

Was die Bindung jetzt noch bietet ist ein perfect adjustable Toe Strap. Das bedeutet, den Toe Strap kann ich perfekt an jeden Move anpassen. Oft hat man das Problem, wenn man eine vernähte oder eine abgerundete Toe Cap hat, dass der Strap nicht richtig auf dem Boot hält. Was wir hier haben ist ein kleines Gelenk unter dem Leader, Schraubgelenk, wo ich quasi den Strap etwas breiter oder etwas enger ziehen kann, je nachdem wie ich den Druck verteilt haben möchte. Und zusätzlich: Um den Strap an jeden Boot perfekt anzupassen, öffne ich einfach den Verschluss an der Innenseite, Ich kann dann den Strap in der Weite verstellen, aber auch den unteren Part weiter rein schieben. So kann ich die Bindung enger machen bzw. weiter raus, je nachdem was der Boot für eine Form hat.

Damit der Boot wirklich perfekt eingespannt ist in der Bindung. Und ganz besonders bei der Bindung, ist die Tripod Chassis. Das ist nochmal ein bisschen was Spezielleres. Wir haben eine etwas kleinere Disc, um diesen Dead Spot unter der Bindung wo das Brett nicht, oder kaum arbeiten kann zu reduzieren.

Jürgen Groh: Wie kann ich mir das vorstellen, wie liegt es da drauf?

Bastian Schmude: Die Bindung steht auf dem Brett ganz normal drauf, aber im Vergleich zu einer normalen Bindung haben wir jetzt eine Bindung, die an der Seite etwas mehr Luft dann eben hoch hat. Wann immer ich Druck auf das Brett gebe und mein Gewicht nach vorn, nach hinten für ein paar practices ich leite einen Ollie oder einen Turn ein. Wann immer ich Druck auf das Brett gebe und das Brett arbeiten oder sich verbiegen muss, kann es eben hier schon viel früher nach draußen flexen und ich habe nicht so viel tote Fläche unter der Bindung, die von der Unterfläche der Bindung eliminiert ist. Dadurch haben wir hier ein superweiches Fahrverhalten, einfach super angenehm zum Fahren. Einen natürlichen Flex ähnlich wie beim Surfen auch.

Jürgen Groh: Jetzt sehe ich hier noch einen absolut stylishen Schuh, der hat bestimmt auch Wahnsinns Gimmicks drin.

Bastian Schmude: Ja. Im Prinzip mit der wichtigste Part auch wie in jeder Sportart: Der Schuh. Wenn der nicht passt, dann hat man letztendlich keinen Spaß. Das ist der Ender Boot. Was wir haben ist ein traditionelles Schnürsystem und das Boa Conda System. Das Boa Conda System funktioniert im Prinzip wie ein Anke Strip im Boot. Wir haben einen Urethan Pad was auf dem Liner aufliegt. Der Liner an sich hat keine Schnürung, braucht er aber auch nicht. Durch das Urethan Pad das ich mit dem Boa System anziehen kann, zieht es mir den Liner hinten richtig schön die Ferse rein. Das bedeutet, wenn ich beim Fahren Druck auf die Frontset Kante gebe, hab ich eben nicht mehr diesen Heel Lift den ich vielleicht manchmal in einem Boot hab, der nicht perfekt gepasst hat. Hier kann ich das sehr gut eliminieren. Steh super fest im Boot drin, habe die direktionale Kraftübertragung und der Druck ist natürlich durch die Größe des Pads superschön am Fuß verteilt. Das verhindert Druckstellen und führt zu einem sehr angenehmen Fahrverhalten.

Jürgen Groh: Dann kann man den Schuh dadurch optimal anpassen, oder?

Bastian Schmude: Genau. Das liegt daran weil wir einen Turbo Foam Liner haben. Den kann man im Prinzip aufbacken lassen und durch die Hitze ganz individuell an den Fuß anpassen. Dadurch habe ich eine super Passform vom Schuh und dann eben langfristig gesehen auch super viel Spaß wenn der Boot völlig am Fuß sitzt.

Jürgen Groh: Aus welchem Material ist er?

Bastian Schmude: Wir haben Kunstleder gemischt mit Synthetikmaterial.

Jürgen Groh: So – die komplette Ausrüstung, was muss ich hinlegen? Gehen wirs nochmal durch.

Bastian Schmude: 600 € für das Brett, 250€ für die Bindung und beim Boot sind wir bei circa 350 €.

Jürgen Groh: Da muss ich noch ein bisschen sparen, ich glaube aber das verkauft sich super!

Bastian Schmude: Garantiert.

Jürgen Groh: Viel Erfolg noch auf der Messe.

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